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Jaufenpass & Timmelsjoch

Nauders - Vinschgauer Tal - Meran - Tirolo - S. Leonardo - Jaufenpass (2099m) - Timmelsjoch (2483m) Hochgurgl - Winterstall - Sölden - Oetz - Imst - Landeck - Nauders. (330 km)

Natürlich ! Wie könnte es auch anders sein;

Klingeling, Klingedong, Klingeling, Klingedong. Unser morgentlicher Wecker mit Nachlauf ist pünktlich wie all die anderen Tage auch.

Und, das Frühstücksbuffet überzeugt auch heute morgen wieder ...

Für heute wollen wir es ein wenig ruhiger angehen lassen. Deshalb suchen wir uns die Strecke nach Meran aus. Von dort aus könnten wir doch ein wenig Jaufenpass und dann vielleicht noch das Timmelsjoch fahren. Meine Sozia drängt aber jetzt schon auf den verpsrochenen Cappucino in einem schönen Italienischen Städtchen ... Na ja, also los geht´s.

Die Strecke von Sluderno bis nach Meran führt uns im unteren Vinschgau vorbei an Obstplantagen. Sehr viele Apfelplantagen finden wir hier. Ab Lasa wird die Strecke zu Hölle, zum Glück nur für diejenigen, die auf der Gegenfahrbahn fahren. Eine Baustelle in einer Engstelle verursacht einen Stau bis nach Naturno, d.h. so ziemlich die gesamte Strecke. Der Abzweig ins Schnalstal sieht verführerisch aus. Irgendwie zieht es mich allerdings in Richtung der beiden Pässe.

In Italien scheint das so eine Sache mit den Tankstellen am Wochenende zu sein. Fast alle haben einen Bankomaten, der allerdings leider keine EC-Karte oder Kreditkarte akzeptiert. Offene Tankstellen gibt´s leider nur selten, sodaß wir buchstäblich im letzten Moment in Saltaus eine offene Tankstelle finden. Der gute Mann hier hat die richtige Nase und macht nicht nur mit uns ein richtig gutes Geschäft. Vor lauter Tankstellensucherei, habe ich doch auch glatt noch vergessen, den versprochenen Cappuchino zu kredenzen.

Jetzt ist der Tank aber wieder voll und lässiger Beruhigung geht´s in Richtung Jaufenpass. Dessen Auffahrt fürht sehr schön teils durch den Wald, teils eng am grasbewachsenen Hang entlang. Meiner Sozia ist dies schon ein wenig mulmig. Auf der linken Seite der Hang, auf der rechten der Abgrund und die Straße gerade mal breit genug um zwei PKW aneinander vorbei zu lassen. Teils enge Kurven lassen kaum Einblick auf den weitere Verlauf der Strecke. Nichts desto trotz gibt es immer noch ein paar Lebensmüde Knieschleifer, die sich hier unbedingt dem Geschwindigkeitsrausch hingeben müssen. Es flogen eine ganze Menge verbeulter Schutzengel an uns vorbei.

Kaum auf dem Jaufenpass angekommen, erreichte uns auch schon ein ausgewachsenes Gewitter. Na ja hier habe ich jetzt wenigstens die Gelegenheit auf den einen oder anderen Cappuchino. Der Hüttenwirt hat eine Espresso-Maschine dort stehen, die uns jetzt ebenfalls ihre guten Dienste erweist. So kommen wir ein wenig mit ihm ins Gespräch und er beruhigt uns, es sein in den letzten Tagen auch nur schön gewesen und das Gewitter ginge so schnell wie es gekommen sei. Je zwei Cappuchino weiter hat es sich dann auch schon wieder verzogen und wir machen uns ebenfalls auf den Weg. Siehe da, in null komma nix ziehen auch schon die Nebelschwaden über den Pass. Aber ca. 100m tiefer lugt auch schon die Sonne wieder hervor. Schon interessant so das Spiel des Wetters direkt mitzubekommen.

Die Abfahrt in Richtung Timmelsjoch ist ein wenig rutschig. Ich muß unbedingt andere Reifen demnächst aufziehen. Die ziehen die Wurschtpelle nicht so sehr vom Hocker, bei Nässe.

In S. Leonardo, dem Abzweig zum Timmelsjoch, wird richtig heftig gebaut. Anhand dieser Baustelle wird uns erst mal richtig bewußt, welche Anstrengungen notwendig sind, um in solchen Bergregionen eine vernünftige Straße zu bauen. Unglaubliche Verstrebungen werden betoniert, um die Straße dort einmal zu ermöglichen, wo sie eigentlich entlang führen soll.

2200 Höhenmeter von Meran bis zum Joch der Timmelroute sind es. Eine langgezogene Rampe fürht uns die Timmelsjochstraße hinauf. Ich selbst empfinde diese Strecke als anstrengender, als all die anderen bisher. Trotz Geschwindigkeitsbegrenzung rauschen die übringen Moppedheizer an uns vorbei. Ihnen liegt doch eher am Kurvengeheize, als an der Landschaft. Wir fahren durch einige Vegetationszonen. Die vorher bereits beschriebenen Obstkulturen vor Meran, über die Kastanienhaine im vorderen bzw. die Hafer- und Gerstenanbaugebiete des hinteren Passeiertals.

In weit auslaufenden Schleifen folgt die Straße den Taleinschnitten und weit vorraus können wir den noch zu meisternden Weg erkennen. Meist ca. 500m höher als unser momentaner Standort. Generell haben wir eine gute Sicht auf den zurückgelegten, als auch auf den noch zu nehmenden Weg.

Hinter Moos i. Passeier beginnen die Tunnelabschnitte und über etliche Kehren gewinnen wir weiter an Höhenmetern. Die letzten Kehren im obersten Streckenabschnitt verlaufen recht stupide, überwinden aber dabei mindestens 500m. Der sich direkt anschließende, ca. 700m lange Tunnel führt uns direkt von Süd- nach Nordtirol. Der Blick vom Parkplatz unmittelbar vor dem Tunnel läßt einen hervorragenden Blick auf den zurückgelegten Weg im Tal zu.

Der Grenzübergang am Scheitel verläuft, wie immer, reibungslos. Während es im Passeiertal angenehm, teils schon richtig warm war, pfeift hier ein immer noch schneidiger Wind.

Die Abfahrt in Richtung Sölden führt uns über die mautpflichtige Timmelsjochstraße, durch den Regen. Wir fahren an der höchstgelegenen, ganzjährig bewohnten Siedlung in den Ostalpen, Hochgurgl (2150m) vorbei. Durch das Gurgltal fahren wir Sölden entgegen. In Zwieselstein entdecke ich die Abfahrt nach Vent, einem kleinen Skiort. Ca. 15min vor Vent liegen die Höfe "Winterstall". Hier haben wir vor einigen Jahren mal Silvester verbracht und die Erinnerung zieht mich doch nochmal hierher. Ja, es ist alles noch so wie´s damals auch war. Von ein paar kleinen Ausnahmen abgesehen. Dies ist jedoch eine anderen Geschichte ...

Das VenterTal ist im Sommer ein komplett anderer Anblick. Bäche ergießen sich links und rechts in die Venter Ache. Überall ist es saftig grün. Verschiedene Wege laden direkt zum Wandern entlang der Ache ein.

Unser Weg führt uns allerdings an Sölden und Oetz vorbei in Richtung Imst. Eigentlich könnten wir doch durch das Pitztal zurückfahren. Der Blick auf die Uhr und der Gedanke an ein schönes Bad läßt uns allerdings den direkten Weg über Landeck, Serfaus und Pfunds nach Nauders nehmen.

Auch dieser Tag endet mit einem angenhemen Bad und einer tollen Sauna Auch das Abendessen ist dieses Mal schon beim ersten Anlauf wieder heiß. Na ja, wir waren immerhin nicht ganz so spät wie gestern.

Und morgen, ja morgen da müssen wir uns schon wieder auf den Heimweg machen. Es war eine schöne Zeit. Viele Pässe und viele Kurven. Vielleicht beim nächsten Mal ein wenig mehr sehen und noch mehr genießen.

Aber bis dahin, gute Nacht ...

 
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