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Rund um den Reschensee

Nauders - Reschen - Klopaier - Plamort - Spinn - Rojen - Schöneben - Ofenpasse - Zernez - Susch - Ardez - Ftan - Scuol - Martina - Nortberthöhe - Nauders. (217 km)

Ding, Dong, Ding, Dong.
Guten Morgen, aah, die Kirchenglocken. Es ist 7:00 Uhr, "Sie wollten geweckt werden". Hm, eigentlich noch nicht, also nur noch ein viertel Stündchen, danke.

Klingeling, Klingedong, Klingeling, Klingedong.
Nanu, dieser Ton ist aber anders ...
GUTEN MORGEN, es ist 7:30 Uhr, "Sie wollten geweckt werden !!!"
Nachdrücklich wirft uns der Wecker mit Nachlauf wirft uns aus den Betten. Eigentlich mit Recht, denn ein strahlend blauer Himmel empfängt uns und die Sonne lacht durch unser Zimmerfenster.

Nach einem reichhaltigen Frühstück vom Buffet gehen wir auf die Bahn.

Zuerst in Richtung Reschen. Ein paar Kilometer in südliche Richtung ist schon die Grenze nach Italien. Die EU machts möglich, niemand kontrolliert. Sehr angenehm.

Im Reschensee ist noch der Kirchturm zu sehen. Er überragt das "alte" Dorf Reschen, welches leider dem Stausee weichen mußte.

Von hier aus geht es weiter Richtung Süden. Eine kleine Straße links ab führt mit sofortiger 12%er Steigung zum Plamort (2025m). Sieht aus wie ein ehemaliger Unterstand der Italienischen Truppen. Heute bietet das Plateau einen wunderbaren Ausblick auf den Reschensee und die darumliegende Umgebung. BITTE, die Strecke ist sehr schotterig (SG 3, würde ich sagen) aber noch offen. Fahrt so da hoch, daß dies auch noch lange so bleibt !

Vom Plamort hinunter fahren wir ein Stück zurück, Richtung Norden. Ich hatte den Tip bekommen, die gegenüberliegende Seite sei auch zu befahren und ebenfalls wunderschön. In Reschen geht´s dann auch links ab in Richtung Glern und Spinn. Die Reschenalm (2001m) war leider noch geschlossen. Die Rojenhöfe (1968m) haben allerdings geöffnet. Eine Apfelsaftschorle trinkt sich in angenehmer Athmospäre dort. Für die wohlriechende Suppe war es leider noch ein wenig zu früh. Ein Asphaltband führt direkt durch den Wald dorthin. Die im "Denzel" beschriebene Kirche mit Fresken war leider abgeschlossen und niemand da, der sie für uns hätte aufschließen können. So beschränkten wir uns auf die "Besichtigung" der sattgrünen Wiesen und der gutgefüllten Bäche.

Vom Rojen geht´s auf die andere Talseite zum Schöneben (2087m). Im Winter ist hier sicherlich mehr Betrieb. Der Skilift und die Skihütt´n läßt eindeutig darauf schließen.

Eine wunderschöne geschwungene Abfahrt durch den Wald bringt uns direkt nach San Valentino, von wo aus wir uns über Glorenza zum Ofenpass (2149m) aufmachen.

Kurz hinter Taufers über die schweizer Grenze. Aber auch hier winken uns die Zöllner durch. Bitte etwas mehr lächeln, meine Herren ... ;-)

Genau wie beim letzten Mal lasse ich mich von der ersten Kehre des Ofenpasses richtig überraschen. Ich war noch von der Schönheit und angenehmen Kurven des Val Müstair beeindruckt, da ist sie plötzlich da. Huch, habe ich die doch glatt zu eng angefahren ... Na ja, es kommt keiner auf der Gegenfahrbahn, die ich breit "ausnutze". Ich bin überrascht, daß wir so wenig Biker am Scheitel treffen. Wo sie nur alle sein mögen ? Na ja, hat auch sein gutes ...

Die Abfahrt des Ofenpass bringt uns durch das Val dal Spöl nach Zernez. Weiter in Richtung Norden auf der 27 geht´s nach Susch.

Die 27 hat einen fürchterlichen Belag und ist mit Bitumenstreifen nur so übersäht. Aber nicht nur aus diesem Grund nehmen wir hinter Guarda die kleine Straße oberhalb der 27 in Richtung Ardez. Dieses Strässchen lohnt sich wirklich. Eine schmale Strecke, die durch die kleinen Orte, z.B. Ftan, führt. Ideal zum langsam fahren und genießen. Wir bewundern das wunderbare Panorama des Engiadina. In Scuol kommen wir wieder auf die 27 und fahren zügig über Martina rechts ab über die Norberthöhe nach Nauders zurück.

Um ein Haar wären wir ja nicht dort angekommen, aber der Zöllner, in seine Zeitschrift vertieft, war wahrscheinlich genauso überrascht wie ich. Da war ich wohl doch ein bisschen zügig gewesen, als ich seinen Zollposten mit ca. 50 km/h passierte. Aber er erkannte den guten Willen, als ich ca. 50m hinter der Grenze zum stehen kam und winkte uns weiter.

Schwimm-, Dampfbad und ein fürstliches Abendessen erwarteten uns bereits. So ging ein ruhigerer Tag nach der Anfahrt zu Ende. Für den Samstag haben wir dann wieder eine größere Rundtour ins Auge gefasst. Ich möchte jetzt endlich das Stilfser Joch kennenlernen und den Umbrailpass, der doch geschottert sein soll ...

Aber bis dahin, gute Nacht ...

 

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